Gendarmerieposten
Ischgl/Tirol

Umbau- und Adaptierung

Bauherr - Planung - Bauleitung

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Gendarmerieposten Ischgl / Tirol 
Umbau und Adaptierung

Republik Österreich
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit

Bundesministerium für Inneres, Landesgendarmeriekommando Tirol

Amt der Tiroler Landesregierung, Abt VId2
Vorstand:  Hofrat Dipl. Ing. Ewald Flir
Bereichsleiter:  OR Dipl. Ing. Dieter Probst
Projektleiter:  Ing. Hannes Reindl
Haustechnik:  Ing. Hermann Schlögl
Elektrotechnik:  Ing. Josef Niederacher

Arch. DI Peter Mayrhofer, 
Innsbruck

Ing. Gottfried Jungwirth, Innsbruck

IFS Dipl. Ing. Gerhard Saurwein, ZT-Ges.m.b.H., Innsbruck
BM Fritz Oberauer

Ing. Günter Rangger GmbH & CoKG, Landeck
Ing. Stefan Crins

tivoli-plan Ing.-Büro GmbH, Innsbruck
Ing. Stefan Hetzenauer

Landesgendarmeriekomando Tirol

Zahlen - Daten - Fakten
Baubeginn 
Gesamtfertigstellung 
Gesamtbaukosten 
Nettonutzfläche 
Rauminhalt 
Mai 2000
Dezember 2000
ATS 12,400.000.- incl Ust
600 m2
2600 m3

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ARCHITEKTUR

Das Zollwachgebäude aus der Zwischenkriegszeit, in dem der Posten Ischgl seit dem Jahr 1950 im Teilbereich einer Wohnung untergebracht war, steht aufgrund des weitgehend originalen Erhaltungszustandes des äußeren Erscheinungsbildes unter Denkmalschutz. Die bauliche Umsetzung des dringenden Erweiterungsbedarfes der Dienststelle erfolgte unter möglichster Schonung der Fassaden, erforderte allerdings die komplette Umstrukturierung der räumlichen Funktionen unter Einbezug des vorgegebenen Raumprogrammes und der baulichen Gegebenheiten.
Die äußere Gestaltung bleibt somit mit Ausnahme des neu-gestalteten Eingangsbereiches und der Erweiterung der in den Achtziger-Jahren ergänzten Garage um einen erforderlichen Stellplatz unverändert. Als grundsätzliche Zielvorgabe für die Raumkonzeption im Inneren wurde die möglichst weitgehende Befreiung des Bestandes von beengenden räumlichen Bedingungen unter Berücksichtigung der vorhandenen Raumstrukturen gesehen. In diesem Sinne und generell im Sinne des Erscheinungs-bildes eines Gendarmeriepostens für die Nutzer im weitesten Sinn  beziehen sich die wesentlichen Maßnahmen auf die Öffnung der ursprünglichen, geschlossenenGangstruktur zum Tageslicht, die transparente Gestaltung der Erschließungsflächen, den Teilabbruch eines Deckenteiles im Bereich des Parteienraumes und in der klaren Orientierbarkeit im Gebäude.
Als Basis der Realisierung der Bauaufgabe können die Rücksichtnahme auf die vorhandene Bausubstanz, die Darstellung der Offenheit nach außen unter Bedacht-nahme auf sicherheitstechnische Aspekte und die Schaffung der erforderlichen technischen und räumlichen Infrastruktur für die optimalen Einsatzmöglichkeiten unter schwierigsten äußeren Bedingungen gelten.

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DER GENDARMERIEPOSTEN ISCHGL
Der 1893 mit einer Stärke von 3 Beamten errichtete Gendarmerieposten Ischgl sorgt nunmehr mit insgesamt 14 Beamten für die Sicherheit von Gästen und Bevölkerung in einer der wohl attraktivsten Tourismusregionen Österreichs. Die erfolgreiche Bearbeitung von jährlich rund 1600 Gerichtsdelikten, 450 Verwaltungsübertretungen, mehr als 70 Alpinunfällen sowie die Bewältigung außergewöhnlicher Naturereignisse stellt eine große Herausforderung für Personal, Organisation und Logistik der Gendarmerie dar. Die Arbeitsbedingungen in der seit 1950 in einer ehemaligen Wohnung des Zollgehöftes befindlichen Unterkunft konnten aufgrund der Raumnot trotz großer Bemühungen nicht wesentlich verbessert werden. Erst mit Widmung des gesamten Gebäudes für Zwecke der Bundesgendarmerie konnte die Realisierung einer auch unter Ausnahmesituationen funktionierenden, modernen und zukunftsorientierten Sicherheitsdienststelle ins Auge gefasst werden. Mit tatkräftiger Unterstützung sämtlicher Beteiligter konnte schließlich ein hochmodernes regionales Exekutivzentrum mit nahezu autonomer Versorgung geschaffen werden, welches die funktionalen Zusammenhänge zwischen Abwicklung des Parteienverkehrs, der Leitung von Einsätzen, Erhebung, Vernehmung, vorläufiger Personenverwahrung sowie schriftlicher Fallbearbeitung und Bereitschaft in optimaler Weise unterstützt. Nicht zuletzt deckt sich die trotz Erhaltung bestehender Gebäudestrukturen geschaffene optische Transparenz hervorragend mit dem Selbstverständnis der Gendarmerie als offener und verlässlicher Dienstleistungsbetrieb im Auftrag der Sicherheit. Mit dem neu errichteten Dienstge-bäude sieht sich die Gendarmerie Ischgl bestens gerüstet und kommenden Anforder-ungen zuversichtlich entgegen.

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